Kurznachrichten

Durch die Hintertür: Evonik wagt erneuten Anlauf an die Börse

Der Spezialchemiekonzern Evonik wagt erneut einen Anlauf an die Börse. Der Konzern habe die Vorbereitungen für eine geplante Notierungsaufnahme an der Frankfurter Börse wieder aufgenommen, teilten Evonik und die Eigner des Konzerns am Freitag mit.

Von einem Teil ihrer Evonik-Aktien hätten sich die Eigner, die RAG-Stiftung und der Finanzinvestor CVC, bereits getrennt - die Anteile seien vorab an institutionelle Investoren abgegeben worden, hieß es weiter. Diese Erweiterung des Eigentümerkreises stelle einen ersten Schritt für die angestrebte Börsennotierung dar. Der neue Chef der RAG-Stiftung, Werner Müller, betonte, die Tür für die geplante Börsennotierung des Unternehmens sei nun "ein weiteres Stück geöffnet".

Die RAG-Stiftung und der Finanzinvestor CVC wollten bis Ende April rund zehn Prozent der Evonik-Anteile an die Frankfurter Börse bringen, hatte Reuters bereits am Donnerstag aus Finanz- und Eignerkreisen erfahren. Die kleine Frankfurter Investmentbank MainFirst verkaufe sieben Prozent der Anteile an mehr als zehn Anleger, je die Hälfte der Anteilsscheine stellten die Stiftung und CVC zur Verfügung. Im April müssten dann nur noch drei Prozent der Aktien an den Mann gebracht werden. Die Deutsche Bank hat einem der Insider zufolge gute Chancen, diesen Teil des Börsengangs zu organisieren.

Im Sommer 2012 waren die Börsenpläne Evoniks auf die lange Bank geschoben worden, weil potenzielle Anleger nicht bereit waren, Preise nach den Vorstellungen der Stiftung zu zahlen. Damals war Evonik mit rund zwölf Milliarden Euro bewertet worden.

Quelle: n-tv.de

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