Kurznachrichten

Präsidentschaftswahl im Iran : Ex-Außenminister Mottaki steigt ins Rennen ein

Der frühere iranische Außenminister Manutschehr Mottaki steigt in das Rennen um die Präsidentschaft ein. Mottaki könnte bei der im Juni geplanten Präsidentenwahl als Kandidat der konservativen Opposition antreten und damit den Machtkampf in der iranischen Führung anheizen.

Er werde einen Plan vorstellen, der den Vorstellungen des obersten Machthabers und den Bedürfnissen der Menschen entspreche, so dass der Präsident mehr sein werde als lediglich ein Sympathisant für die Leute und mehr gebe als nur Versprechen für eine ferne Zukunft, teilte Mottaki am Dienstag auf seiner Internetseite mit. Für den Iran ist die Wahl eine Feuerprobe, nachdem es nach der umstrittenen Wiederwahl des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadineschad im Jahr 2009 zu massiven Protesten in Teheran und anderen Städten gekommen war.

Mit Mottakis Antritt erhielte der Präsident einen Gegenkandidaten, der als ein Verbündeter des Parlamentssprechers Laridschani gesehen wird - ein Konservativer, der 2005 die Wahl gegen Ahmadinedschad verloren hatte und Frontfigur im Machtkampf gegen den Präsidenten ist. Mottaki war fünf Jahre lang Außenminister, bis der Präsident ihn 2010 entließ. Er sympathisiert jedoch auch nicht mit allen Ansichten des obersten Machthabers Ajatollah Ali Chamenei: So kritisierte Mottaki vergangenen Monat auf seiner Internetseite die "undurchdachten" Vorstellungen der iranischen Unterhändler im Atomstreit.

Quelle: n-tv.de

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