Kurznachrichten

Rückstellungen aufgestockt: Falschberatungen kommen Barclays teuer zu stehen

Entschädigungszahlungen wegen falscher Beratung ihrer Kunden zwingen die britische Bank Barclays dazu, weitere Millionen zur Seite zu legen. Barclays wird zusätzliche Rückstellungen von 400 Millionen Pfund (466 Mio Euro) für Zinswetten und 600 Millionen Pfund für Kreditausfallversicherungen zurückstellen, wie die Bank am Dienstag mitteilte.

Weil britische Banken Zinswetten im großen Stil an Mittelständler verkauft haben, diese aber zu teils  existenzgefährdenden Verlusten führten, drohen nun Schadenersatzklagen. Das könnte die Branche Milliarden kosten.

Die höheren Rückstellungen werden beim Jahresabschluss zu Buche schlagen, den Barclays am 12. Februar vorlegen will. Noch für Dienstag war eine Befragung des neuen Vorstandschefs Antony Jenkins und des Verwaltungsratschefs David Walker angesetzt, die sich vor Parlamentariern äußern sollen.   

Barclays kommt nach dem Libor-Skandal nicht zur Ruhe, bei dem es um Zinsmanipulationen von Großbanken geht, um höhere Gewinne zu erzielen. Seit langem kämpft das Institut mit Belastungen aus der Falschberatung von Kunden in Großbritannien. Das führte in den vergangenen Quartalen immer wieder zu Rückstellungen für Schadenersatzansprüche. Ende Oktober wurden neue Untersuchungen gegen die Bank bekannt.

Quelle: n-tv.de

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