Kurznachrichten

Übernahmepoker um Dell: Firmengründer gerät unter Druck

Firmengründer Michael Dell gerät im Übernahmepoker um seinen schwächelnden Computerkonzern zunehmend unter Druck.

Ein Sonderausschuss des Unternehmens hat dem Konzernchef und -gründer nun empfohlen, sein Angebot von rund 24 Milliarden Dollar zu erhöhen, wenn er zum Zuge kommen wolle, sagte ein Insider. Der zur Bewertung der Übernahmegebote gegründete Ausschuss sei nach Treffen mit Investoren zu diesem Schluss gekommen. Einem Bericht von CNBC zufolge befürchtet Michael Dell zudem, dass die Beratungsgesellschaft ISS keine Empfehlung für die geplante Übernahme durch ihn aussprechen werde. Zuvor hatte Großaktionär Carl Icahn offengelegt, dass er für sein milliardenschweres Gegengebot Finanzierungszusagen über 3,4 Milliarden Dollar habe.

Michael Dell und sein Investor-Partner Silver Lake bieten den Aktionären 13,65 Dollar pro Aktie. Sie wollen das Unternehmen von der Börse nehmen und es ohne Druck von den Märkten sanieren. Die beiden Großaktionäre Icahn und Southeastern Asset Management bieten dagegen für 1,1 Milliarden Aktien 14 Dollar je Anteilsschein. Ihren Plänen zufolge soll der Konzern an der Börse bleiben. Der Firmenausschuss hatte den Aktionären empfohlen, das Übernahmeangebot von Michael Dell anzunehmen und dies damit begründet, dass der von Icahn versprochenen Auszahlung einer Sonderdividende eine Finanzierungslücke von nahezu vier Milliarden Euro im Weg stehe. Am 18. Juli sollen die Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über die Dell-Offerte abstimmen.

Dell leidet wie viele Rivalen unter der Popularität der Tablet-PCs und Smartphones. Hier dominieren Samsung und Apple.

Quelle: n-tv.de

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