Kurznachrichten

Studie zur Smartphone-Nutzung: Flüchtlinge nutzen E-Mails nur selten

Obwohl Flüchtlinge zur Orientierung ständig Smartphones nutzen, sind sie für Behörden und Helfer über das Internet oft kaum zu erreichen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums, die in Berlin vorgestellt wurde. Die Autoren der Studie hatten das digitale Nutzungsverhalten von Flüchtlingen in der Türkei, in Jordanien und auf der griechischen Insel Lesbos untersucht.

Sie stellten fest, dass viele Flüchtlinge E-Mails nicht nutzen und nur selten surfen. Intensiv genutzt würden dagegen Facebook und WhatsApp. Analphabeten behelfen sich demnach, indem sie Sprachnachrichten empfangen und versenden. Wer den Flüchtlingen trotz dieser Schwierigkeiten Informationen oder Hilfsangebote zukommen lassen wolle, sei gut beraten, ihnen entlang der Fluchtrouten verbilligte Datennutzungspakete anzubieten und Anwendungen möglichst einfach zu konzipieren.

Wichtig sei außerdem, dass der Anbieter digitaler Anwendungen von den Betroffenen als glaubwürdig empfunden werde. Ein weiteres Problem sei der Datenschutz. Viele Flüchtlinge und illegale Migranten nehmen zu Beginn ihrer Reise über Facebook-Gruppen und Apps Kontakt zu Schlepperbanden auf. Diese zeichneten teilweise ein unrealistisches Bild vom Leben als Flüchtling in Europa.

Quelle: n-tv.de

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