Kurznachrichten

Westerwelle: Forderung nach mehr Respekt für Russland

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat die Deutschen dazu aufgefordert, mehr Respekt gegenüber Russland zu zeigen. Zur Eröffnung des neu gegründeten Walter-Scheel-Forums am Dienstag in Bad Krozingen bei Freiburg betonte er, dass die deutsch-russischen Beziehungen nicht allein von Vorwürfen gegenüber Moskau bestimmt werden dürften.

«Natürlich halten wir mit unserer Kritik nicht hinterm Berg», sagte Westerwelle. «Dies muss aber im Geiste der Freundschaft und Partnerschaft auf gleicher Augenhöhe ausgesprochen werden.» Eine «Politik des erhobenen Zeigefingers und des Hochmuts» verärgere Russland und richte großen Schaden an.

«Der Ton macht die Musik», sagte Westerwelle. Zwar gebe es zwischen den beiden Ländern Differenzen hinisichtlich Menschenrechten und Gerichtsurteilen oder auch in der Syrien-Politik. Diese dürften jedoch nicht einen Abbruch der deutsch-russischen Beziehungen zur Folge haben.

Deutschland dürfe sich trotz aller Kritik nicht von Russland abwenden. Auch in der öffentlichen Diskussion sollte eine Annäherung stattfinden. «Ich richte diese Worte mahnend an die Deutschen, meine Landsleute: Wir brauchen in der Debatte um und mit Russland mehr Balance und mehr Respekt.»

Westerwelle äußerte sich an der Seite von Alt-Bundespräsident Walter Scheel (93). Das nach dem FDP-Politiker benannte Forum will sich künftig jährlich mit einem mehrtägigen Expertentreffen den deutsch-russischen Beziehungen widmen.

Quelle: n-tv.de

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