Kurznachrichten

Erholung in der Euro-Zone: Frankreichs Wirtschaft fällt hinter Deutschland zurück

Bei der Erholung in krisengeplagten der Euro-Zone fällt die französische Wirtschaft immer mehr hinter dem Wachstumsmotor Deutschland zurück. Wie das Markit-Institut zu seiner Umfrage unter 5000 Firmen am Dienstag mitteilte, machte die Privatwirtschaft im Währungsraum zum Jahresauftakt einen weiteren Schritt heraus aus der Rezession.

"Angesichts der spürbar abgeschwächten Talfahrt war die Eurozone im Januar weiter auf dem Weg der Erholung und näherte sich der Stabilisierung im ersten Quartal 2013 sogar deutlich an", sagte Markit-Chefökonom Chris Williamson. "Allerdings ist die Kluft zwischen der Wachstumslokomotive Deutschland und dem schwächelnden Frankreich momentan so groß wie nie seit Umfragebeginn 1998."

Deutschland schaffte im Januar demnach das stärkste Wirtschaftswachstum seit knapp eineinhalb Jahren, während Frankreich so tief in der Krise steckte wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone schnitt Markit zufolge sogar noch erheblich schlechter ab als die rezessionsgeplagten Krisenländer Spanien und Italien.

Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft in der Euro-Zone kletterte im Januar - nach endgültigen Berechnungen - um 1,4 auf 48,6 Punkte. Damit bleibt das Barometer jedoch unter der 50-Punkte-Marke, ab der es Wachstum signalisiert. Die Aufträge sanken so gering wie zuletzt im Februar 2012, in der Industrie allerdings deutlich stärker als im Service-Sektor. Das Barometer für die Dienstleister stieg auf 48,6 von 47,8 Zählern. Am Arbeitsmarkt sieht es eher düster aus. "So fiel der 13. Jobabbau in Folge insgesamt so stark aus wie zuletzt vor über drei Jahren", erklärte Markit. Nur in Irland legte die Beschäftigung zu, in Deutschland kam es nur noch vereinzelt zu Entlassungen. "In Frankreich, Italien und Spanien beschleunigte sich der Stellenabbau gegenüber Dezember hingegen nochmals."

Quelle: n-tv.de

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