Kurznachrichten

Unruhen in Mali: Franzose von bewaffneten Männern verschleppt

Der französische Präsident François Hollande hat Berichte bestätigt, denen zufolge ein Franzose im westafrikanischen Krisenland Mali verschleppt worden ist. Der 61-jährige soll nach Angaben aus malischen Sicherheitskreisen am Dienstagabend in der Region Kayes im Westen des Landes von mehreren bewaffneten Männern entführt worden sein.

Hollande versicherte, dass zu der Rettung des Franzosen mit portugiesischen Wurzeln alles getan werde. Die amtliche mauretanische Nachrichtenagentur AMI meldete, der Mann habe Mauretanien am Dienstagmittag im Auto verlassen und die Grenze zu Mali beim Übergang Gogui im Norden von Diema überquert. Diema liegt östlich der an der Grenze zum Senegal und Mauretanien gelegenen Stadt Kayes.

In derselben Region wurde zuletzt vor vier Jahren ein italienisch-burkinisches Paar von der Organisation Al-Kaida im islamischen Maghreb (Aqmi) entführt und später gegen die Zahlung von Lösegeld wieder freigelassen. Die Organisation hält derzeit noch mindestens neun weitere europäische Geiseln in ihrer Gewalt, darunter sechs Franzosen.

Der französische  Außenminister Laurent Fabius forderte seine Landsleute auf, sich nicht in den Westen von Mali zu begeben. Im Nordosten des Landes herrschen momentan Unruhen, da sich islamistische Milizen und Tuareg-Rebellen bekämpfen.

Quelle: n-tv.de

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