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Montag, 20. März 2017

Lebensbedrohliche Verletzungen: Gericht verurteilt Vater nach Misshandlung von Baby

Ein Vater aus Mecklenburg-Vorpommern ist zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er sein Baby immer wieder misshandelt haben soll. Eine versteckte Kamera hatte den Mann überführt. Das Landgericht Stralsund sah es als erwiesen an, dass der 32-Jährige aus Greifswald in 13 Fällen seinen Sohn schwer misshandelt und in einem Fall auch schwer verletzt hat.

Bei der Strafzumessung sei zu berücksichtigen, dass eine dauerhafte Behinderung zu befürchten sei und dass es sich bei einem Baby um ein besonders wehr- und schutzloses Kind handele, sagte die Vorsitzende Richterin am Montag bei der Urteilsverkündung. Der Junge ist aufgrund schwerer Hirnschädigungen zu 70 Prozent schwerbehindert.

Das Kind war im November 2014 mit lebensbedrohlichen Verletzungen im Uni-Klinikum Greifswald behandelt worden. Auf Druck der Mutter hatte das Paar nach dem Vorfall drei Kameras in der Wohnung installiert, die zwölf weitere Gewaltübergriffe des Vaters dokumentierten.

Quelle: n-tv.de

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