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Gesundheit Verbraucher Recht Ratgeber: Bei IGeL-Angeboten viel nachfragen und um Bedenkzeit bitten

Düsseldorf (dpa/tmn) - Selbstzahler-Leistungen beim Arzt sind oft intransparent, Patienten bekommen häufig nur unklare Auskünfte. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag des Bundesverbraucherministeriums. Patienten sollten daher viel nachfragen, raten Experten.

Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) beim Arzt mangelt es oft an Transparenz und Aussagekraft der Informationen. Das geht aus einer am Mittwoch (7. November) in Berlin vorgestellten Untersuchung im Auftrag des Bundesverbraucherministeriums hervor. Patienten bekommen demnach häufig zu wenig klare, zuverlässige Auskünfte. Zwar gebe es durchaus geeignete Informationsmöglichkeiten, für Patienten sei es jedoch schwer, diese zu finden.

Bietet der Arzt einem Patienten eine Selbstzahler-Leistung an, muss dieser in Ruhe darüber nachdenken können, erläutert die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Denn die IGeL seien keine sofort notwendigen medizinischen Behandlungen. Der Arzt müsse sachlich über Nutzen, Wirksamkeit und Risiken des Angebots informieren. Der Patient sollte danach Gelegenheit haben, sich etwa bei seiner Krankenkasse weitergehend über die vorgeschlagene Therapie zu informieren.

Sich vor Inanspruchnahme einer IGeL eingehend zu informieren, ist auch deshalb sinnvoll, weil manche Angebote nachweislich keinen Nutzen haben, den Patienten aber einem Risiko aussetzen. Darauf weisen Bundesärztekammer und Kassenärztliche Bundesvereinigung in einem gemeinsamen Ratgeber hin. Und selbst wenn manche gesetzliche Krankenkasse eine IGeL als zusätzliche Serviceleistung zahlt, sei das noch kein Garant für deren Nutzen.

Quelle: n-tv.de