Kurznachrichten

Britischer Verlag in der Krise: Gewinnrückgang bei Financial-Times-Eigner gesunken

Der britische Verlag Pearson rechnet mit einem schwierigen Jahr 2013. Schon im vergangenen Jahr bekam der Eigentümer der renommierten "Financial Times" (FT) die harten Marktbedingungen zu spüren.

Der Gewinn schmolz angesichts von Sparmaßnahmen der öffentlichen Hand und der Werbeflaute dahin. Pearson teilte am Montag mit, der Gewinn je Aktie sei 2012 mit 84 Pence geringer ausgefallen als bislang mit 84,9 Pence angekündigt. Im Jahr zuvor waren es noch 86,5 Pence je Papier gewesen. Neben geringeren Ausgaben für Bildung in vielen Ländern hätten auch die schwächeren Werbeeinnahmen dazu geführt, hieß es. Bei Pearson erscheinen neben der lachsfarbenen, britischen Wirtschaftszeitung auch Penguin-Bücher. Dieser Bereich soll mit Random House von Bertelsmann verschmelzen.

Pearson befindet sich momentan im Umbruch. Nach 16 Jahren hatte Firmenchefin Marjorie Scardino zuletzt vorzeitig ihren Posten geräumt und den Weg für John Fallon frei gemacht, der bisher die Bildungssparte leitete. Scardino war die erste Frau an der Spitze eines FTSE-100-Unternehmens. Ein Verkauf der FT sei nur über ihre Leiche zu machen, hatte sie stets gesagt. Nachdem sie als Nachfolgerin von Scardino nicht zum Zug gekommen war, nahm auch die Chefin der FT-Gruppe, Rona Fairhead, ihren Hut. Seit längerem wird spekuliert, ob sich der Verlag von der FT trennen könnte. Fallon werden nur wenige Verbindungen zur Zeitungsbranche nachgesagt.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen