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Montag, 20. März 2017

Geldwäsche und Steuerbetrug: Großbank UBS soll in Frankreich wegen Steuer-Vorwürfen vor Gericht

PARIS (dpa-AFX) - Die Schweizer Großbank UBS soll in Frankreich wegen mutmaßlicher Hilfe bei Steuerhinterziehung vor Gericht. Das ordneten Ermittlungsrichter an, wie am Montag aus Pariser Justizkreisen bekannt wurde. Die Ermittler werfen der UBS Geldwäsche im Zusammenhang mit Steuerhinterziehung sowie illegale Anwerbung von Kunden vor.

Die Bank soll vermögenden Franzosen geholfen haben, Milliardenbeträge vor dem Finanzamt zu verstecken. "UBS hat klar zum Ausdruck gebracht, dass die Bank die gegen sie erhobenen Anschuldigungen und damit verbundenen Annahmen und rechtlichen Auslegungen zurückweist", erklärte die Bank in einer Stellungnahme. "Wir werden nun die Möglichkeit haben, im Rahmen des Gerichtsverfahrens detailliert Stellung zu nehmen." Die Großbank hat noch die Möglichkeit, Berufung gegen die Entscheidung der Ermittlungsrichter einzulegen.

Wegen der vor sechs Jahren ins Rollen gebrachten Ermittlungen hatte die französische Justiz 2014 eine Kaution von 1,1 Milliarden Euro gegen die Bank verhängt. Die UBS war wegen Geschäften mit Steuerhinterziehern auch in anderen Ländern ins Visier der Behörden gekommen: In Deutschland einigte sich das Institut mit der Justiz 2014 auf eine Buße von rund 300 Millionen Euro. In den USA hatte die Bank bereits 2009 eine Strafe von 780 Millionen Dollar hinnehmen müssen.

Quelle: n-tv.de

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