Kurznachrichten

Goldman Sachs und Morgan Stanley: Großbanken zahlen Wiedergutmachung für Zwangsversteigerungen

Um die teure und aufwändige Prüfung eines jeden Einzelfalls abzuwehren, zahlen die beiden Großbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley pauschal eine Wiedergutmachung in Höhe von 557 Millionen Dollar an Geschädigte von strittigen Zwangsversteigerungen. Das teilte die US-Notenbank Fed am Mittwoch mit.

Beide Banken zahlen 232 Millionen Dollar in bar an mutmaßlich Opfer und weitere 325 Millionen für Zinserleichterungen und Nachlässe. Das Abkommen gleicht der Einigung, die zehn andere Großbanken vor eineinhalb Wochen mit der Fed und der Regulierungsbehörde OCC vereinbart hatten. Das Paket hatte ein Volumen von 8,5 Milliarden Dollar. Von der Einigung sollen rund 3,8 Millionen Kreditnehmer profitieren, die bis zu 125.000 Dollar erhalten können - je nachdem, wie gravierend die Fehler bei der Zwangsversteigerung waren. Von der aktuellen Einigung mit Goldman Sachs und Morgan Stanley profitieren der Fed zufolge weitere 220.000 Kreditnehmer.

Die Banken hatten die Hypotheken zumeist nicht selbst vergeben, sondern waren Dienstleister für die Kreditgeber. In der Funktion kümmerten sie sich aber unter anderem um die Eintreibung der Forderungen, neue Zahlungspläne und eine Zwangsversteigerung, wenn der Hauseigentümer Kredite nicht mehr zahlte. Zu den Banken, die sich schon Anfang Januar mit den Behörden geeinigt hatten, gehörten unter anderem die Bank of America, Citigroup, JPMorgan, Wells Fargo und Metlife.

Quelle: n-tv.de

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