Kurznachrichten

Gespräche über Opel-Zukunft: IG Metall zeigt sich zuversichtlich

Nach Angaben aus Gewerkschaftkreisen rechnet die IG Metall nicht mit einem Scheitern der Gespräche über die Zukunft des Autobauers Opel. Der Vizechef des Mutterkonzerns General Motors, Steve Girsky, hatte die Arbeitnehmer zu einer Einigung bis Donnerstag gedrängt, damit der neue Opel-Chef Karl-Thomas Neumann unbelastet am Freitag sein Amt antreten könne.

"In solchen Verhandlungen kann man immer die Uhr anhalten", sagte ein hochrangiger Gewerkschafter der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Er ließ damit durchblicken, dass auch im März noch verhandelt werden könne. Die Gespräche über ein neues Sparpaket ziehen sich bereits seit Juni hin.

Girsky hatte gedroht, bei einem Scheitern der Verhandlungen über die 20.000 Opel-Mitarbeiter in Deutschland das Werk in Bochum schon zum 1. Januar 2015 zu schließen - zwei Jahre früher als bisher geplant. Bis dahin läuft noch die Beschäftigungs-Garantie für die Beschäftigten. Die Arbeitnehmervertreter wollen den US-Mutterkonzern zu konkreten Zusagen bewegen, dass in Bochum künftig Komponenten für andere Opel-Werke hergestellt werden. Die Produktion ganzer Modelle läuft dort 2016 aus, was 3000 Arbeitsplätze kosten würde. Opel leidet unter erheblichen Überkapazitäten in Deutschland, einige Werke sind nur zur Hälfte ausgelastet.

"Es gibt noch vier Knackpunkte in den Verhandlungen", sagte der Gewerkschafter. "Dabei geht es nicht um Bochum, sondern um das ganze Unternehmen." Widerstand leisten die Arbeitnehmer unter anderem gegen die geplante Verlagerung von Aufgaben wie dem Werkzeug- und Prototypen-Bau nach Osteuropa. Das beträfe weitere 1200 Stellen. "Das ist doch Kerngeschäft. Auch andere deutsche Autohersteller haben das versucht - und sind reumütig wieder nach Deutschland zurückgekehrt", sagte der Gewerkschafter.

Quelle: n-tv.de

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