Kurznachrichten

Wachstumsprognose für 2013: IWH-Forscher sind optimistisch

Das IWH-Institut blickt optimistisch in die Zukunft: die Forscher haben ihre Wachstumsprognose 2013 für die deutsche Wirtschaft nahezu verdoppelt. Sie erwarten einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 1,3 Prozent und damit ein dreimal so großes Plus wie Bundesregierung.

Diese geht nur von 0,4 Prozent Wachstum aus, Bundeswirtschaftsminister Philip Rösler (FDP) sprach jüngst jedoch von einer sehr vorsichtigen Schätzung.Vor allem wegen der Entspannung der Schulden- und Vertrauenskrise im Euroraum hätten sich die konjunkturellen Perspektiven aufgehellt, erklärte das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) am Donnerstag. Die Forscher hatten im Dezember nur ein Plus von 0,7 Prozent veranschlagt.

Inzwischen habe sich die Euro-Schuldenkrise jedoch entschärft und das größte Risiko für die Weltwirtschaft sei damit weniger akut als bisher, erklärte das IWH. Selbst das Patt nach der Italien-Wahl habe die Risikoprämien für italienische Staatsschuldtitel vergleichsweise wenig steigen lassen. "Ansteckungseffekte auf andere Länder, etwa Spanien, sind ausgeblieben." Da auch die globale Nachfrage etwas anziehe, dürfte die Auftriebskräfte für die Konjunktur in Deutschland wieder stärkere Wirkung entfalten, betonten die Forscher. "Beschäftigung und Löhne werden wohl weiter anziehen, und dies wird den privaten Konsum und den Wohnungsbau stimulieren." Ab dem zweiten Quartal dürfte es spürbar bergauf gehen. Für das kommende Jahr rechnen die Hallenser Experten mit 2,4 Prozent Wirtschaftswachstum. Dann dürfte die Zahl der Arbeitslosen auf 2,57 Millionen sinken, nach 2,85 Millionen in diesem Jahr.

Das IWH gehört zu den Instituten, die zwei Mal im Jahr für die Bundesregierung ein Gutachten zur deutschen Konjunktur erstellen.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen