Kurznachrichten

58,115 Milliarden Arbeitsstunden: In Deutschland wurde 2012 gearbeitet wie lange nicht

In Deutschland wurde im Jahr 2012 trotz der verhaltenen Wirtschaftsentwicklung so viel gearbeitet wie zuletzt vor 18 Jahren. Wie das IAB-Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte, brachten es im vergangenen Jahr rund 41,613 Millionen Erwerbstätige zusammen auf 58,115 Milliarden Arbeitsstunden.

Die Arbeitszeit pro Arbeitnehmer ging um 0,7 Prozent oder knapp zehn Stunden auf 1397 Stunden zurück, weil durch die Lage der Feiertage zwei Arbeitstage weniger zur Verfügung standen. Dieser Rückgang wurde jedoch gesamtwirtschaftlich mehr als wettgemacht durch die Zunahme der Erwerbstätigenzahl.

"Die Stundenproduktivität ist 2012 nur um 0,3 Prozent gestiegen, die Arbeitszeit gesunken - der Arbeitsmarkt ist nach bewährtem Muster durch die Konjunkturflaute gekommen", erklärte IAB-Prognosechef Enzo Weber. Die Guthaben auf den Arbeitszeitkonten gingen um eine Stunde zurück. Die Reduzierung dieser Konten um 9,1 Stunden hatte im Jahr 2009 wie die Kurzarbeit dazu beigetragen, dass Deutschland den damaligen Wachstumseinbruch in der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise ohne Entlassungswelle überstand. In den Jahren 2010 und 2011 waren die Konten wieder aufgefüllt worden.

Der Krankenstand ging laut IAB zurück. Durchschnittlich seien 3,59 Prozent (2011: 3,78 Prozent) der Beschäftigten krankgemeldet gewesen, was neun Arbeitstagen entsprochen habe. Zu der etwas niedrigeren Krankenstandsquote könnte nach Einschätzung des IAB beigetragen haben, dass sich der Arbeitsmarkt verhaltener entwickelte.

Quelle: n-tv.de

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