Kurznachrichten

Anschlag in Hyderabad: Indischer Regierung lagen Hinweise vor

Die indische Regierung hatte Tage vor dem Bombenanschlag in der Metropole Hyderabad, wo am Donnerstag bei der Explosion von zwei Fahrradbomben 14 Menschen getötet worden waren, Hinweise auf bevorstehende Attentate.

Wie Innenminister Sushil Kumar Shinde am Freitag nach einem Besuch des Marktplatzes in der südindischen Stadt sagte, hätten die Geheimdienste Informationen erhalten, dass ein Anschlag drohe.  Allerdings habe es keine Erkenntnisse darüber gegeben, welche Regionen gefährdet seien. "Wir haben eine allgemeine Warnung an das gesamte Land in den vergangenen zwei bis drei Tagen ausgegeben, das ist alles", sagte er.

Bei der Explosion von zwei Bomben waren auch 119 Menschen verletzt worden. Sieben von ihnen wurden am Freitag noch in Krankenhäusern behandelt. Der Sprengstoff war mit Fahrrädern auf einen gut besuchten Marktplatz gebracht worden. Zu dem Anschlag hat sich noch niemand bekannt. Shinde sagte, es sei noch zu früh, um sich zu möglichen Tätern zu äußern.

In der IT-Metropole - auch Google und Microsoft haben hier Niederlassungen - hatte die Polizei am Freitag ihre Präsenz verstärkt, um Zusammenstöße zwischen Hindus und Muslimen zu vermeiden. Zwischen beiden Gruppen war es in der Vergangenheit nach Anschlägen immer wieder zu Gewalt gekommen. Die hinduistische nationalistische Partei Bharatiya Janata, die wichtigste Oppositionsgruppe des Landes, hat zu einem ganztägigen Streik in Hyderabad aufgerufen, um gegen den Anschlag zu protestieren.

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Quelle: n-tv.de

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