Kurznachrichten

1,9 Prozent weniger Bestellungen: Industrie leidet unter Auftragsschwund

Die deutschen Industriefirmen hat das Jahr mit einem überraschenden Auftragsschwund begonnen. Wie das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag in Berlin mitteilte, sammelten die Unternehmen im Januar 1,9 Prozent weniger Bestellungen ein als im Vormonat.

Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten hingegen mit einem Plus von 0,5 Prozent gerechnet, nachdem es im Dezember einen Zuwachs um revidiert 1,1 Prozent gegeben hatte. Der Umfang an Großaufträgen sei stark unterdurchschnittlich ausgefallen, erklärte das Ministerium: "Der Rückgang der Bestellungen zu Beginn dieses Jahres deutet an, dass die Industrie ihre Schwächephase noch nicht überwunden hat."

Die Aufträge aus dem Ausland brachen um drei Prozent ein, während die Inlandsnachfrage um 0,6 Prozent nachgab. Besonders deutlich gingen die Orders aus der Euro-Zone mit einem Minus von 4,1 Prozent zurück. Hersteller von Vorleistungsgütern, beispielsweise Stahl, meldeten ein Auftragsminus von 0,4 Prozent. Die Produzenten von Investitionsgütern wie Maschinen und Geräten verbuchten ein Minus von 2,9 Prozent, die Konsumgüterhersteller einen Rückgang um 2,8 Prozent.    

Ende 2012 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt mit 0,6 Prozent so stark gesunken wie seit dem Höhepunkt der Finanzkrise Anfang 2009 nicht mehr. Zuletzt gab es aber verstärkt Anzeichen, dass die Wirtschaft wieder Schwung aufnimmt. Der Markit-Einkaufsmanagerindex für die deutsche Industrie signalisiert, dass sie im Februar wieder leicht gewachsen ist. Auch der Ifo-Geschäftsklimaindex hat sich nunmehr vier Monate in Folge aufgehellt. Das stimmt auch das Wirtschaftsministerium optimistisch: "Einen positiven Ausblick für die Industriekonjunktur geben bislang vor allem die Stimmungsindikatoren, die sich teilweise kräftig verbessert haben."

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Quelle: n-tv.de

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