Kurznachrichten

Außenministerium in Teheran: Iran verlangsamt Aufbau von Uran-Vorräten

Angaben des iranischen Außenministeriums zufolge verlangsamt das Land den Aufbau seiner Vorräte an waffentauglichem Uran. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Dienstag unter Berufung auf einen Sprecher des Ministeriums in Teheran berichtete, werde ein Teil des des hochangereicherten Materials in Brennstoff für Atomreaktoren umgewandelt.

Damit wird voraussichtlich mehr Zeit für die Verhandlungen zur Beilegung des Atomstreits gewonnen. Die nächste Verhandlungsrunde zwischen dem Iran mit den fünf UN-Vetomächten sowie Deutschland ist für den 26. Februar angesetzt.

In Moskau erklärte Irans Außenminister Ali Akbar Salehi bei einem Russland-Besuch, er hoffe auf positive Schritte nach den in Kasachstan geplanten Gesprächen. In der schon Jahre andauernden Auseinandersetzung geht es um den Vorwurf, der Iran wolle unter dem Deckmantel seines zivilen Atomprogramms Kernwaffen herstellen. Der Iran bestreitet dies, lässt jedoch internationale Kontrollen seiner atomaren Produktionsstätten nicht zu. Der Westen hat deswegen Handelsbeschränkungen gegen das Land erlassen.

Israel hatte davor gewarnt, der Iran würde eine rote Linie überschreiten, sollte das Land genügend hochangereichertes Uran herstellen, um eine Atombombe bauen zu können. Bislang sollte die kritische Menge waffentauglichen Materials im Juni erreicht werden. Durch die Verwendung eines Teils des angereicherten Urans als Brennstoff für Atomkraftwerke würde sich der Zuwachs an hochangereichertem Material verlangsamen. Damit würde auch die von Israel gezogene rote Linie später erreicht.

Quelle: n-tv.de

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