Kurznachrichten

Reaktion auf Mali: Islamisten nehmen mehr als 40 Geiseln in Algerien

Mutmaßliche Al-Kaida-Kämpfer haben am Mittwoch möglicherweise mehr als 40 Ausländer in Malis Nachbarland Algerien als Geiseln genommen. Medienberichten zufolge wurden bei dem Überfall auf das Flüssiggasfeld in Amenas nahe der libyschen Grenze zwei Menschen getötet und mehrere verletzt.

War in ersten Berichten zunächst nur von sechs ausländischen Geiseln die Reden, so meldeten zwei algerische Zeitungen am Nachmittag 40 beziehungsweise 41 ausländische Gefangene. Nach Medienberichten handelt es sich bei den Geiselnehmern um Mitglieder der Al-Kaida im islamischen Maghreb (AQMI).

Der algerische Abgeordnete Mahmoud Guemama sagte unter Berufung auf Augenzeugen, ein Franzose und vier Japaner seien als Geiseln genommen worden. Ein Sprecher der französischen Botschaft konnte diese Angaben jedoch nicht bestätigen.

Die Geiselnahme sei eine Reaktion auf die «unverhohlene  Einflussnahme Algeriens durch die Gewährung von Überflugrechten für seinen Luftraum für die französische Luftwaffe», wurde ein Islamistensprecher zitiert. In Mali hatte Frankreichs Armee Ende vergangener Woche eine Offensive gegen die Islamisten gestartet, die weite Teile des westafrikanischen Landes kontrollieren.

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Quelle: n-tv.de

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