Kurznachrichten

Fall Jeremie: Keine Hinweise auf Entführung

Das Verschwinden des elfjährigen Jeremie beschäftigt die Polizei weiterhin. Die Beamten suchten in Hamburg alle Kontaktadressen der Famlie auf. Die Mecklenburger Polizei glaubt nicht an eine Entführung, da dafür bisher keine Anhaltspunkte existieren.

«Es gibt keine Hinweise auf eine zweite Person», stellte ein Sprecher der federführenden Polizeiinspektion Ludwigslust am Dienstag klar. Nach Angaben des Neukirchener Erziehungsvereins, der das Kind vor zwei Jahren in einer Zirkusfamilie im westmecklenburgischen Lübtheen untergebracht hatte, stellte der Amtsvormund Jeremies in Hamburg Strafanzeige wegen Kindesentführung.

Vor einer Woche war der Junge mit dem Kleintransporter seiner Pflegeeltern aus Lübtheen verschwunden. Das Auto wurde einen Tag später im hundert Kilometer entfernten Hamburg gefunden, wo Jeremie zuvor bei seinen Großeltern lebte. Von dem Jungen fehlt jedoch bisher jede Spur.

Die Polizei in Ludwigslust schließt nicht aus, dass der Junge selbst am Steuer des Fahrzeugs saß. «Ob er in der Lage ist, das Auto selbst zu fahren, wissen wir erst, wenn er wieder da ist», sagte der Sprecher. Bei der Vermisstenanzeige gab die Pflegemutter an, dass der Junge in paar Tage vorher geäußert haben soll, dass er verschwinden möchte.

Der Fall wird nach Medienberichten am 5. Dezember vor einem Hamburger Familiengericht verhandelt. Die Eltern und die Großeltern des Elfjährigen wollen ein erweitertes Besuchs- und Kontaktrecht erstreiten, berichtete das «Hamburger Abendblatt» (Dienstag). Der Termin sei bereits vor dem Verschwinden des Jungen anberaumt worden.

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Quelle: n-tv.de

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