Kurznachrichten

Bangladesch: Lebenslange Haft für Vertreter der islamistischen Opposition

In Bangladesch ist ein führender Vertreter der islamistischen Opposition zu einer lebenslangen Haft verurteilt worden. Ihm werden Massenmorde und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Befreiungskriegs gegen Pakistan im Jahr 1971 vorgeworfen.

Ein Gericht in der Hauptstadt Dhaka sprach Abdul Qader Molla am Dienstag schuldig. Der 64-Jährige ist der vierthöchste Vertreter der Partei Jamaat-e-Islami. Er ist der erste Politiker, der von dem eigens für die Verfahren eingerichteten Gericht verurteilt wurde.

Vor dem Gericht müssen sich noch weitere Politiker verantworten, die allesamt der Opposition angehören. Seit der Einsetzung des Tribunals im Jahr 2010 gibt es daher in Bangladesch und auch international den Vorwurf, es arbeite politisch motiviert.

Im Vorfeld des erwarteten Urteils hatte es in Dhaka am Montag Proteste von Anhängern Mollas gegeben. Bei Ausschreitungen, in deren Verlauf ein Bus angezündet wurde, starb ein Mann in den Flammen. Vier weitere Menschen wurden nach Polizeiangaben verletzt.

Quelle: n-tv.de

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