Kurznachrichten

Jahrestag des Aufstands gegen Gaddafi: Libyen will Grenzübergänge für vier Tage schließen

Die libyschen Behörden wollen aus Sorge vor Gewaltausbrüchen während der Feiern zum zweiten Jahrestag des Aufstands gegen den früheren Machthaber Muammar al-Gaddafi die Grenzen zu den Nachbarländern Tunesien und Ägypten für vier Tage schließen.

Demnach sollen die Grenzübergänge von Donnerstag bis Sonntag «vorsorglich» geschlossen werden. Die Maßnahme diene der Sicherheit Libyens und solle eine Störung der Feierlichkeiten zur «Revolution des 17. Februar» verhindern. Das teilte Ministerpräsident Ali Seidan laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Lana am Dienstag mit.

Anlass für die Maßnahme sind demnach mehrere Aufrufe zu Demonstrationen, darunter einige, die aus Protest gegen ausbleibende Reformen der Regierung zu einer «zweiten Revolution» aufrufen. Komplett geschlossen werden in dem Zeitraum den Angaben zufolge die Grenzübergänge zu Lande. Zudem werde der Flugverkehr verstärkt kontrolliert, Flüge ins Ausland dürften nur von Tripolis und Bengasi starten. Die Sicherheitskräfte wurden in Alarmbereitschaft versetzt, zudem wurden in der Hauptstadt Tripolis Kontrollposten errichtet, um jegliche Ausschreitungen bei den Feiern zu verhindern.

Im Dezember hatte Libyen bereits die Schließung seiner Grenzen zu Algerien, zum Niger, Tschad und Sudan bekanntgegeben. Zur Begründung wurde die «verschlechterte Sicherheitslage im Süden des Landes» angeführt.

Die Revolte gegen Gaddafi hatte im Zuge der Aufstände in den Nachbarländern Tunesien und Ägypten am 15. Februar 2011 begonnen, als offizieller Beginn der libyschen Revolution gilt der 17. Februar. Nach blutigen Kämpfen zwischen Rebellen und Regierungstruppen wurde Gaddafi am 20. Oktober festgenommen und unter bis heute ungeklärten Umständen getötet.

Quelle: n-tv.de

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