Kurznachrichten

Syrien: Luftwaffe fliegt Angriffe auf eigenen Stützpunkt

Um die Eroberung eines Luftwaffenstützpunktes durch Aufständische zu verhindern, hat die syrische Luftwaffe mehrere Angriffe auf die Anlage im Nordwesten des Landes geflogen.

Kampfflugzeuge und -hubschrauber hätten am Donnerstag den Stützpunkt Taftanas und seine Umgebung bombardiert, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Zuvor hätten Kämpfer der Islamistengruppen Ahrar al-Tscham und Al-Nosra-Front ein Waffenlager auf dem Stützpunkt erobert und 13 Soldaten gefangengenommen.

Der Beobachtungsstelle lagen nach eigenen Angaben auch Informationen zur Gefangennahme von elf regierungstreuen Milizionären vor. Außerdem hätten die Aufständischen zwischen 16 und 20 Flugzeuge erobert, die allerdings nicht einsatzfähig seien, weil sie während der Kämpfe beschädigt oder durch Soldaten unbrauchbar gemacht worden seien. Die Angaben der Beobachtungsstelle können von unabhängiger Seite nicht überprüft werden.

Der Allgemeine syrische Revolutionsausschuss, ein Zusammenschluss von Gegnern des syrischen Machthabers Baschar al-Assad, gab an, die Luftwaffe habe Sprengstofffässer über der Stadt Taftanas abgeworfen.

Weitere Luftangriffe wurden aus Ost-Ghuta, einer Region in der Nähe der Hauptstadt Damaskus, sowie aus dem östlichen Vorort Maliha gemeldet. Die staatsnahe Zeitung «Al-Watan» berichtete am Donnerstag, die syrische Armee führe in der Hauptstadtregion an allen Fronten intensive Kämpfe und mache gute Fortschritte. «Das Rückgrat der Terroristen wurde vor langer Zeit gebrochen, und an ihren Angriffen beteiligen sich deutlich weniger Angreifer», zitierte das Blatt eine Quelle in der Armee.

Quelle: n-tv.de

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