Kurznachrichten

Internationale Geberkonferenz: Mali erhält 455 Milionen Dollar Hilfe

Angaben der Afrikanischen Union (AU) zufolge haben die Teilnehmer der internationalen Geberkonferenz für Mali dem Land 455,53 Millionen Dollar (338,6 Millionen Euro) für Militäreinsätze und humanitäre Hilfe zugesagt.

Hinzu kämen «umfangreiche Beiträge» an materieller Unterstützung, etwa militärische Ausrüstung und Ausbildung, so der AU-Kommissar für Frieden und Sicherheit, Ramtane Lamamra, am Dienstag in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Diese ließen sich noch nicht genau beziffern, sagte Lamamra zum Abschluss des Treffens.

Deutschland sagte bei der Konferenz nach Angaben des Auswärtigen Amtes 20 Millionen Dollar zu. Diese seien für einen UN-Fonds zugunsten der malischen Streitkräfte und der Unterstützungsmission der westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS bestimmt. Zu dem Hilfsangebot zählt demnach auch die Lieferung von Ausrüstung für die malische Armee, darunter Lastwagen, Splitterschutzwesten und ein Feldlazarett. Das Bundesverteidigungsministerium erklärte, Deutschland entsende am Dienstag eine dritte Bundeswehr-Transportmaschine des Typs Transall für den Mali-Einsatz.

Zu der Geberkonferenz in Addis Abeba waren Vertreter afrikanischer Staaten sowie von UNO, EU, Frankreich, Großbritannien, den USA, Japan und Deutschland angereist. Der unter afrikanischer Führung stehende Militäreinsatz MISMA wird nach AU-Angaben allein 460 Millionen Dollar kosten. Davon will die AU rund zehn Prozent aufbringen. Afrikanische Länder haben die Entsendung mehrerer Tausend Soldaten zugesagt, doch der Einsatz kommt nur schleppend voran. Bisher kämpfen in Mali vor allem französische Soldaten gegen die Islamisten.

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Quelle: n-tv.de

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