Kurznachrichten

Anschläge im Irak: Mehr als 30 Menschen in den Tod gerissen

Kirkuk, 16. Jan (Reuters) - Mehrere Anschläge im Irak haben am Mittwoch ein Schlaglicht auf die zunehmenden Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen geworfen. Mehr als 30 Menschen starben bei den Attentaten.

In Kirkuk im Norden des Landes zündete ein Selbstmordattentäter nach offiziellen Angaben eine Autobombe vor dem Büro der Demokratischen Partei Kurdistans. Mindestens 21 Menschen seien dabei getötet und 170 verletzt worden, teilte die Polizei mit. Weitere drei Menschen starben bei einem Anschlag vor dem Büro einer anderen kurdischen Partei in Tus Churmato. 37 Menschen wurden verwundet. Bei weiteren Anschlägen in Bagdad und Baidschi starben sieben Polizisten und Soldaten.

Hintergrund der Gewaltwelle sind die wachsenden Spannungen zwischen den Schiiten, die von Ministerpräsident Nuri al-Maliki repräsentiert werden, sowie den Minderheiten der Sunniten und Kurden. Maliki liegt im Streit mit den Kurden wegen der Ölförderung in ihrem autonomen Gebiet. Außerdem sieht er sich mit Protesten der Sunniten konfrontiert, die seinen Rücktritt fordern. Die sunnitische Minderheit dominierte den Irak während der Herrschaft des Diktators Saddam Hussein. 

Quelle: n-tv.de

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