Kurznachrichten

Gerichtsbeschluss: Muslimischer Junge muss am gemeinsamen Schwimmunterricht teilnehmen

Das Verwaltungsgericht Köln hat am Dienstag entschieden, dass ein muslimischer Schüler am gemeinsamen Schwimmunterricht von Mädchen und Jungen teilnehmen muss.

Damit wurde ein Eilantrag der Eltern zurückgewiesen, mit dem sie die Befreiung des Jungen vom Schwimmunterricht der siebten Klasse bezwecken wollten. Die Eltern können gegen den Beschluss Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Münster einlegen. (Az. 10 L 1400/12)

Die Eltern argumentierten während des Verfahrens, dass ihr Sohn während des Unterrichts gezwungen sei, seine nur mit Badekleidung bekleideten Mitschülerinnen anzusehen. Das sei mit ihren islamischen Glaubensgrundsätzen nicht vereinbar.

Das Gericht wies hingegen darauf hin, dass der Schüler durch die Teilnahme am Schwimmunterricht keinen größeren Konflikten ausgesetzt sei, als im Alltag innerhalb und außerhalb der Schule - dort begegne er ebenfalls Mädchen und Frauen, die gelegentlich nur leicht bekleidet seien. Die Schule sei außerdem dazu verpflichtet, durch getrennte Umkleidekabinen, die konkrete Ausgestaltung des Schwimmunterrichts und die pädagogische Einflussnahme auf die Mitschüler Beeinträchtigungen der Glaubensfreiheit zu vermeiden.

Quelle: n-tv.de

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