Kurznachrichten

Altersschwache Schleusen: Nord-Ostsee-Kanal für Großschiffe gesperrt

Der international bedeutsame Nord-Ostsee-Kanal (NOK) ist aufgrund altersschwacher Schleusen für die nächsten zweieinhalb Wochen für größere Schiffe gesperrt.

Die Holzkufen der zwei Großschleusen in Brunsbüttel erzeugen durch «Abnutzung» inzwischen so viel Reibung, dass die Antriebe sie nicht mehr bewegen können. Beide müssen für eine Reparatur gesperrt werden, wie die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) am Donnerstag in Kiel erklärte.

Bis Donnerstag um Mitternacht würden die Großschleusen noch im Notbetrieb per Hand bedient, dann sei eine Einfahrt in den Kanal in Brunsbüttel für große Schiffe bis zum Ende der Reparatur nicht mehr möglich, teilte die WSV mit. Auch eine der beiden kleineren Parallel-Schleusenkammern in Brunsbüttel sei wegen eines Schadens vorübergehend gesperrt, so dass dann insgesamt nur eine Kammer verfügbar sei. Sie reicht aber nur für Schiffe bis 125 Meter Länge und 6,50 Meter Tiefgang.

Norddeutsche Politiker und Wirtschaftsvertreter reagierten empört. Der NOK ist der meistbefahrene Seeschifffahrts-Kanal der Welt. Über seinen Ausbau- und Renovierungsbedarf streiten Bund und norddeutsche Länder schon seit längerem. Reparaturen an den alten Schleusen führten zuletzt häufiger zu Behinderungen. Als eine internationale Schifffahrtsstraße wird der Kanal vom Bund verwaltet.

Quelle: n-tv.de

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