Kurznachrichten

«Völlig falsche Rahmenbedingungen»: Ökobranche kritisiert Agrarpolitik der Bundesregierung

Die Biobranche wirft der Bundesregierung einen grundlegend falschen Kurs in der Landwirtschaftspolitik vor. Durch ihr Kaufverhalten signalisierten Verbraucher den Wunsch nach einer Veränderung in der Landwirtschaft, sagte Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), der «Neuen Osnabrücker Zeitung» vom Mittwoch. Trotzdem setze die Regierung «völlig falsche Rahmenbedingungen».

Nach wie vor lohne sich eine «industrielle Landwirtschaft, die Ressourcen verschwendet, mehr als eine umweltverträgliche Bewirtschaftung.» «Seit Jahren wird von der Politik eine enorme Chance vertan», sagte zu Löwenstein. Dies sei «ein gesellschaftspolitischer Skandal. Denn die landwirtschaftlichen Rahmenbedingungen würden in erheblichem Umfang durch europäische Steuergelder gestaltet. Deshalb ist es auch Steuerverschwendung», sagte zu Löwenstein.

Vergangenes Jahr gaben die Deutschen über sieben Milliarden Euro  für Biolebensmittel aus - so viel wie noch nie. Der Marktanteil von Lebensmitteln beläuft sich derzeit noch auf unter vier Prozent, wächst aber stetig. Der BÖLW ist der Interessenverband der Ökobauern, Produzenten von Biolebensmitteln und Biohändler.

Quelle: n-tv.de

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