Kurznachrichten

Anschluss erneut verschoben: Offshore-Windpark bereitet Siemens Ärger

Die Hiobsbotschaften für Siemens reißen nicht ab: Europas größter Elektrokonzern bekommt erneut den Anschluss eines Windparks in der Nordsee nicht rechtzeitig hin.

Die Umspannplattform für die Windfarm Sylwin 1 vor der Küste Sylts verzögere sich um ein weiteres halbes Jahr, sagte ein Firmensprecher.  Ein neues Gutachten über den Meersboden mache eine weit tiefere Verankerung der Umspannplattform SylWin vor Sylt notwendig. Durch die längere Lieferzeit der Komponenten könne die Plattform nicht wie vorgesehen im ersten Halbjahr angeschlossen werden, sondern erst in der zweiten Jahreshälfte.

Für Siemens hat sich die Umspanntechnik in der Nordsee zum Fiasko entwickelt. Insgesamt drei Plattformen hinken dem Zeitplan hinterher, mitunter mehr als ein Jahr. Bei den beiden anderen Projekten habe sich aktuell nichts weiter verändert, sagte der Sprecher. Der Konzern musste dem Netzbetreiber TenneT bereits eine halbe Milliarde Euro bezahlen. Mit der laufenden Verzögerung erhöhen sich die Belastungen für Siemens allerdings kaum: Die Vertragsstrafe ist auf 500 Millionen Euro gedeckelt.

Quelle: n-tv.de

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