Kurznachrichten
Dienstag, 26. März 2013

Weitere Geste der Bescheidenheit: Papst Franziskus zieht vorerst nicht in Palast

Papst Franziskus stellt erneut seine Bescheidenheit unter Beweis: der 76-Jährige hat beschlossen, vorerst nicht in den päpstlichen Palast zu ziehen.

Er werde "bis auf Weiteres" im  Gästehaus St. Martha verweilen, in dem er zusammen mit den anderen Kardinälen zum Konklave untergekommen war, sagte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi am Dienstag. Es gefalle dem Papst, "inmitten der anderen Mitglieder der Geistlichkeit" zu wohnen. Das Gästehaus umfasst 120 Zimmer. 

Franziskus habe allerdings sein kleines Zimmer, das ihm für das Konklave zur Papstwahl zugewiesen worden war, gegen eine Drei-Raum-Suite getauscht, sagte Lombardi. Dort könne er auch im Rahmen seiner Tätigkeit Besucher empfangen. Die weitläufige päpstliche Wohnung im dritten Stock des Apostolischen Palastes nutzt Franziskus den Angaben zufolge nur, um für das Angelus-Gebet auf deren Balkon zu treten. Außerdem geht er im Papst-Palast zum Arbeiten in die Bibliothek.

Papst Franziskus hat seit seiner Wahl am 13. März mit mehreren Gesten seinen Hang zur Bescheidenheit demonstriert. So stieg er nach seiner Wahl nicht in die ihm zustehende Limousine, um zum Essen mit den Kardinälen zu fahren, sondern teilte sich mit anderen Kardinälen einen Kleinbus. Er ließ sich ohne Polizeieskorte durch Rom fahren und zahlte selbst die Rechnung eines kirchlichen Gästehauses, in dem er vor dem Konklave gewohnt hatte. Im Vergleich zu seinem eher stillen deutschen Vorgänger Joseph Ratzinger ist der Argentinier Jorge Mario Bergoglio gern in Gesellschaft.

Quelle: n-tv.de

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