Kurznachrichten

Piraten: Parteichef Schlömer kritisiert interne Querelen

Der Chef der Piratenpartei, Bernd Schlömer, hat die Wahlschlappe der Piraten bei der Landtagswahl in Niedersachen als «Watschen» bezeichnet und mehr Realpolitik von den Parteimitgliedern gefordert.

«Es gibt zu viele interne Querelen», kritisierte Schlömer. Die Partei müsse mehr «Geschlossenheit nach außen» zeigen. Die Piraten hatten am Sonntag nur 2,1 Prozent der Stimmen erhalten und damit den Einzug in den niedersächsischen Landtag verpasst.

Schlömer kündigte an, in Zukunft tagespolitische Ereignisse «proaktiv» zu kommentieren. «Wir können die anderen Parteien jetzt vor uns hertreiben», sagte er. Er forderte die führenden Piraten-Politiker auf, den politischen Gegner anzugreifen. «Mein Wunsch ist es, frech, fordernd und aktiv zu sein.» Zu der Äußerung von SPD-Chef Sigmar Gabriel, Stimmen an die Piraten und die Linkspartei seien verlorene Stimmen, sagte Schlömer: «Ihm wird das Lachen im Halse stecken bleiben. Abgerechnet wird im September.»

Die Strategie der Piraten für den Bundestagswahlkampf soll auf einem Strategieworkshop Anfang Februar in Leipzig beschlossen werden. Über das Piraten-Wahlprogramm wird dann am 12. Mai auf einem Parteitag in Neumarkt bei Nürnberg abgestimmt.

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Quelle: n-tv.de

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