Kurznachrichten
Freitag, 21. April 2017

Entscheidungen auf Parteitag: Petrys Verzicht auf AfD-Spitzenkandidatur ist endgültig

Der nordrhein-westfälische AfD-Landesvorsitzende Marcus Pretzell hat den Verzicht von AfD-Chefin Frauke Petry auf die Spitzenkandidatur ihrer Partei im Bundestagswahlkampf als endgültig bezeichnet.

(Foto: imago/Metodi Popow)

"Die Delegierten auf diesem Parteitag werden Frauke Petry nicht dazu bringen können, ihre mitgeteilte Entscheidung noch einmal zu überdenken", sagte Pretzell, der auch Ehemann Petrys ist, am Freitag der ARD.

"Diese Entscheidung ist endgültig." Wichtiger als Personalien sei die Ausrichtung der Partei. "Man kann die eine wie die andere Strategie am Ende als Partei einschlagen", sagte Pretzell weiter. "Man kann aber nicht auf zwei Pferden gleichzeitig reiten." Die Partei werde sich an dieser Stelle entscheiden müssen, und diese Entscheidung sei überfällig. Pretzell räumte ein, dass die Vertreter eines "realpolitischen bürgerlichen" Kurses bei einer Niederlage des Petry-Lagers auf dem Parteitag an Bedeutung in der Partei verlieren würden. Insofern habe die AfD eine wichtige Entscheidung zu treffen.

Der zweitägige AfD-Bundesparteitag beginnt am Samstag in Köln, Tausende Gegendemonstranten werden erwartet. Petry will auf dem Parteitag eine Entscheidung über den künftigen Kurs der AfD erzwingen. Sie strebt eine Abstimmung über einen Antrag an, der festhält, dass die AfD mittelfristig koalitionsfähig werden und keine "Fundamentalopposition" betreiben will. Der Antrag hat für massiven Streit in der Führungsspitze gesorgt.

Nach Pretzells Worten will Petry aber auch bei einer Niederlage im parteiinternen Richtungsstreit Parteichefin bleiben. "Es wäre verantwortungslos, als Parteivorsitzende die Partei kurz vor dem Wahlkampf im Regen stehen zu lassen. "Petry und auch er könnten mit "demokratischen Entscheidungen ganz erwachsen" umgehen.

Quelle: n-tv.de

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