Kurznachrichten

Verkauf von Babynahrungsgeschäft: Pfizer rettet seine Quartalsbilanz

Durch den Verkauf seiner Babynahrungssparte konnte der US-Pharmakonzern sein letztes Quartal im Jahr 2012 retten, welches ansonsten erneut von dem Patentverlust des einstigen Blockbusters Lipitor geprägt war.

Im Zeitraum von Oktober bis Dezember konnte Pfizer seinen Gewinn auf 6,3 Milliarden Dollar mehr als vervierfachen, was einem Ergebnis von 0,85 Dollar je Aktie entspricht. Das um Sonderposten bereinigte Ergebnis je Aktie betrug 0,47 Dollar. Das waren zwei Cent weniger als im Vorjahr, jedoch immerhin etwas mehr als Analysten erwartet hatten. Der Umsatz sank um 6,6 Prozent auf 15,1 Milliarden Dollar. Hier hatten die Marktbeobachter mit einer schlechteren Entwicklung gerechnet.

Pfizer ist derzeit dabei, sich neu aufzustellen. Der Konzern will sich auf das Kerngeschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten konzentrieren und trennt sich deswegen von Geschäftsteilen. So wurde das Babynahrungsgeschäft für 11,85 Milliarden Dollar in bar an den Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestle losgeschlagen. Zudem steht das Geschäft mit Tiermedikation, das unter dem Namen Zoetis firmiert, kurz vor seinem Börsendebut.

Zur Restrukturierung gehört auch, dass Pfizer kräftig spart. So wurden die Kosten im Bereich Forschung und Entwicklung im vierten Quartal um 14 Prozent auf 2 Milliarden Dollar reduziert.

Wie die Wettbewerber kommt auch Pfizer durch den Verlust der Exklusivrechte an Arzneimitteln unter Druck. Seit Ende des vergangenen Jahres hat das Unternehmen in den USA Konkurrenz bei dem Cholesterinsenker Lipitor bekommen. Die Erlöse des einst weltweit umsatzstärksten Medikaments brachen im zurückliegenden Quartal deshalb um 70 Prozent auf 584 Millionen Dollar ein.

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Quelle: n-tv.de

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