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Freitag, 21. April 2017

"Versorgung ist besser geworden": Pflegereform in erstem Quartal offenbar gut angelaufen

Die zu Jahresbeginn in Kraft getretene Pflegereform ist offenbar gut angelaufen: Im ersten Quartal 2017 setzten die Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) mehr als 222.000 Begutachtungen nach dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff um, wie die Dienste am Freitag mitteilten. Bei mehr als 80 Prozent (186.000) empfahlen die Gutachter demnach einen der fünf neuen Pflegegrade.

Durch das neue Verfahren erhielten den Angaben zufolge fast 129.000 Menschen erstmals Leistungen aus der Pflegeversicherung. Die Resonanz bei Versicherten und Gutachtern sei positiv, das Auftragsvolumen bei den Begutachtungen sei erwartungsgemäß gestiegen. Allein im Pflegegrad 1 seien 43.434 Versicherte neu im Leistungsbezug.

Insbesondere Versicherte mit einer Demenzerkrankung oder mit einem hohen krankheitsbedingten Unterstützungsbedarf profitieren vom neuen Verfahren. "Die Versorgung ist besser geworden", erklärte der Geschäftsführer des Medizinischen Diensts des Spitzenverbands der Krankenkassen (MDS), Peter Pick.

Zu Jahresbeginn war ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff eingeführt worden. Die drei bisherigen Pflegestufen wurden durch fünf Pflegegrade ersetzt. Damit werden insbesondere Demenzerkrankungen besser als bisher von der Pflegeversicherung erfasst. In Deutschland sind rund drei Millionen Menschen pflegebedürftig.

Quelle: n-tv.de

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