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Flughafen-Kontrollen : Polizei-Gewerkschaft: Flugsicherheit gehört in staatliche Hand

Nach den Berichten über Sicherheitsmängel an Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt am Main fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP), die Kontrollen nicht mehr privaten Firmen zu überlassen. "Die Firmen bringen Beschäftigte, die lediglich angelernt, aber nicht ausgebildet sind", sagte GdP-Vize Jörg Radek am Montag auf NDR Info.

Um eine bessere Sicherheit zu garantieren, gehöre der Bereich der Luftsicherheit zurück in die öffentliche Hand. "Wir können uns in diesem Zusammenhang vorstellen, einen Ausbildungsberuf Luftsicherheitsassistent zu schaffen", sagte Radek. Zurzeit könne die Bundespolizei nur in Stichproben die Zuverlässigkeit der Kontrolleure überprüfen.

Der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Stephan Mayer (CSU), verteidigte dagegen grundsätzlich den Einsatz von privatem Sicherheitspersonal an Flughäfen. Aufgrund der Personalsituation bei der Bundespolizei müsse es durchaus möglich sein, "auch bestimmte Aufgaben an private Sicherheitsdienste zu delegieren, aber natürlich nach bestimmten konkreten Vorgaben", sagte Mayer im WDR. Die Sicherheitsdienste müssten regelmäßig überprüft, kontrolliert und evaluiert werden. Mayer rechnet zudem künftig mit einem verstärkten Einsatz von Körperscannern. Er sei überzeugt, dass die Zukunft bei den Körperscannern liege, sagte der CSU-Politiker. Er glaube auch, "dass da die ersten Kindheitserkrankungen mittlerweile beseitigt sind".

Die EU-Verkehrskommission hatte laut Berichten vom Wochenende bei verdeckten Kontrollen Sicherheitsrisiken am Frankfurter Flughafen entdeckt. Es soll gelungen sein, Waffen oder gefährliche Gegenstände durch die Passagierkontrollen zu schmuggeln. Grund für die Mängel soll schlecht geschultes Personal sein.

Quelle: n-tv.de

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