Kurznachrichten

Syrien: Regierung will paramilitärische Truppe bilden

Die syrische Regierung will nach Angaben einer Nichtregierungsorganisation eine paramilitärische Truppe im Kampf gegen die Rebellen einführen.

Die Armee sei nicht für den Guerilla-Kampf ausgebildet, sagte der Chef der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte,  Rami Abdel Rahman. Die Regierung von Präsident Baschar al-Assad habe sich deshalb zur Schaffung einer Armee zur nationalen Verteidigung entschieden.

Die Armee zur nationalen Verteidigung vereine Volkskomitees und zivile Unterstützer der Regierung, sagte Rahman. Bei den Zivilisten handele es sich um Bürger, die in ihren Städten zu den Waffen gegriffen hätten, um Rebellen der Freien Syrischen Armee (FSA) an deren Eroberung zu hindern. Rahman zufolge gehören zahlreiche Mitglieder der neuen paramilitärischen Truppe der regierenden Baath-Partei an. Unter ihnen seien Frauen und Männer aller Konfessionen.

Die Internetseite «Russia Today» hatte am Freitag berichtet, die Armee zur nationalen Verteidigung solle parallel zu den Regierungstruppen agieren und es diesen erlauben, sich auf die Kampfhandlungen zu konzentrieren. Die paramilitärische Truppe solle hingegen «Stadtteile gegen bewaffnete Männer verteidigen».

Rahman warf dem Syrien-Verbündeten Iran vor, eine Rolle bei der Ausbildung der neuen Truppe zu spielen. Die Armee zur nationalen Verteidigung verfüge über eine im Iran ausgebildete Elitetruppe, sagte Rahman. Die syrische Regierung setzt seit Beginn des Konflikts bereits Milizen, die sogenannten Schabbiha, ein, denen die schwersten Massaker vorgeworfen werden. Dem Aktivisten Hadi Abdallah zufolge ist die neue Truppe bereits im zentralsyrischen Homs im Einsatz.

Quelle: n-tv.de

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