Kurznachrichten

Hilfszahlungen an Zypern: Russland denkt über Verlängerung von Kredit nach

Das finanziell schwer angeschlagene Zypern kann auf die dringend notwendige Verlängerung eines 2,5 Milliarden Euro schweren Kredits aus Russland hoffen.

Es werde eine Verlängerung der Laufzeit erwogen, sagte der russische Finanzminister Anton Siluanow am Montag. Damit scheint ein neuer Kredit vom Tisch zu sein. Zypern hatte Russland im vergangenen Jahr um einen neuen Kredit über fünf Milliarden Euro gebeten. Siluanow sagte vor Journalisten: "Wir sind bereit für eine Lockerung...eine Restrukturierung der Schulden ist denkbar und wir werden uns die Zinsen anschauen." Zugleich bekräftigte er, dass Zypern weiterhin zusätzliche finanzielle Hilfe aus Europa benötige.

Eine Verlängerung des russischen Kredits, der normal 2016 ausläuft, würde den akuten Druck auf Zypern verringern. Gesprochen wird über eine Streckung bis 2022. Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew hatte vergangene Woche Hilfsbereitschaft signalisiert, aber auch darauf hingewiesen, dass die größte Last bei der Lösung der Probleme von Zypern selbst und den EU-Staaten übernommen werde müsse.

Zypern hat um Finanzhilfen von gut 17 Milliarden Euro aus dem Euro-Rettungsschirm gebeten. Davon sollen zehn Milliarden Euro zur Rekapitalisierung der angeschlagenen Banken eingesetzt werden. Die Verlängerung des russischen Kredits ist aus Sicht der schwarz-gelben Regierungskoalition in Berlin eine Voraussetzung dafür, dass der Bundestag den Hilfen zustimmen kann.

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Quelle: n-tv.de

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