Kurznachrichten

Santander-Spitzenmanager: Sáenz muss um sein Amt bangen

Madrid (dpa) - Der Spitzenmanager der spanischen Großbank Santander, Alfredo Sáenz, muss um seinen Posten bangen. Spaniens oberster Gerichtshof hob eine Begnadigung des geschäftsführenden Vorstandsmitglieds der Bankengruppe durch die Regierung teilweise auf.

Die Richter entschieden nach Medienberichten vom Mittwoch, dass die vorige Regierung des sozialistischen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero beim Straferlass für den Bankier ihre Befugnisse überschritten habe.

Der 70-jährige Sáenz gilt bei der Bankengruppe als die «rechte Hand» des Santander-Präsidenten Emilio Botín. Er war im März 2011 wegen falscher Anschuldigungen gegen vier Unternehmer zu drei Monaten Haft und zu einem Berufsverbot von ebenfalls drei Monaten verurteilt worden. Wenig später wurde Sáenz, einer der bestbezahlten Bankmanager in Spanien, von der Regierung begnadigt.

Nach der Entscheidung der Richter war der Erlass der Haftstrafe rechtens, nicht aber die Aufhebung des Berufsverbots. Damit ist unklar, ob der Spitzenmanager weiter im Amt bleiben darf. Nach der geltenden Gesetzgebung aus dem Jahr 1995 dürfen Vorbestrafte nicht als Bankiers arbeiten. Das Wirtschaftsministerium leitete eine Reform dieser Regelung ein. Danach soll künftig die Zentralbank über die Zulassung zum Beruf des Bankmanagers entscheiden.

Quelle: n-tv.de

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