Kurznachrichten

Spekulationsskandal: Salzburg hat doch kein Steuergeld verzockt

Wien, 16. Jan (Reuters) - Das österreichische Bundesland Salzburg gibt Entwarnung im Spekulationsskandal. Anders als Anfang Dezember angenommen, habe das Land doch nicht 340 Millionen Euro über riskante Spekulationsgeschäfte mit Steuergeldern verloren, teilte die Salzburger Landesregierung am Mittwoch mit.

Stattdessen könne das Jahr 2012 mit einem Barguthaben von 97 Millionen Euro abgeschlossen werden. Die vermuteten Spekulationsverluste mit Steuergeldern schlagen seit Wochen hohe Wellen in der österreichischen Innenpolitik - bis hin zu möglichen Neuwahlen in Salzburg und einem Spekulationsverbot für Steuergelder auf Bundes- und Landesebene. Politiker hatten einer leitenden Angestellten des Landes Salzburgs vorgeworfen, seit 2001 über Jahre hinweg Kontrollen umgangen und riskante Finanzgeschäfte abgeschlossen zu haben. Sie wurde daraufhin entlassen. Die Geschäfte der Angestellten stuft das Land zwar weiterhin als hochriskant ein. Derzeit würden sie aber zu keinen Verlusten führen.

Um Licht in die umfangreichen Veranlagungen mit mehreren ausländischen Währungen zu bringen, hatte die Landesregierung Expertenteams beauftragt, die die Unterlagen mehrere Wochen lang durchforsteten. Dabei hätten sie herausgefunden, dass über mehrere Jahre Kredite von 1,8 Milliarden Euro aufgenommen wurden - "mutmaßlich von der entlassenen Mitarbeiterin", um ihre riskanten Geschäfte zu finanzieren. Das Portfolio soll nun sukzessive abgebaut werden.

Quelle: n-tv.de

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