Kurznachrichten

Steuerabkommen mit Schweiz gescheitert: Schäuble rügt Ablehnung

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat die Ablehnung des Steuerabkommens mit der Schweiz im Vermittlungsausschuss scharf kritisiert und vor Steuerverlusten gewarnt.

Die Haltung der Opposition werde dazu führen, "dass Bund, Länder und Gemeinden auf Steuereinnahmen in zweistelliger Milliardenhöhe werden verzichten müssen", erklärte Schäuble in der Nacht zum Donnerstag. Ein großer Teil der deutschen Steueransprüche für die Vergangenheit werde unwiederbringlich versiegen. Der Opposition warf er vor, deutsche Steuerhinterzieher in der Schweiz zu schützen.

Die ebenfalls im Vermittlungsausschuss gescheiterten Pläne der Koalition zur Korrektur der "kalten Progression" im Steuertarif würden "für viele Arbeitnehmer in Deutschland im nächsten Jahr Steuererhöhungen durch die Hintertür" bedeuten und "eine Entlastung von ungewollten Steuereinnahmen vor allem für Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen" verhindern. "Dass wir wenigstens den Grundfreibetrag anpassen konnten, ist erfreulich - aber dies war sowieso verfassungsrechtlich geboten." Steuererhöhungen seien kein Ersatz für eine solide Haushaltspolitik.

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Quelle: n-tv.de

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