Kurznachrichten

Troika-Dokument: Schuldensenkung Griechenlands nicht so stark wie angekündigt

Aus einem Dokument der Troika, in das das Wall Street Journal Einblick hatte, geht hervor, dass Griechenland seine Schulden nicht so stark senken werden kann, wie angekündigt. Nach dortigen Berechnungen würden die Schulden 2020 immer noch 126,6 Prozent der Wirtschaftsleistung ausmachen.

Nach zwölfstündigen Gesprächen mit dem Internationalem Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) hatten die Euro-Finanzminister in der Nacht neue Entlastungen für das krisengeschüttelte Land auf den Weg gebracht. Demnach sollte die Verschuldung bis 2020 auf 124 Prozent sinken. Schon dieser Wert stellte einen Kompromiss mit dem IWF dar, der ursprünglich 120 Prozent gefordert hatte.

Wie aus dem nun aufgetauchten Dokument hervorgeht, wird die Verschuldung Griechenlands bei Umsetzung der angekündigten Entlastungen bis 2022 nur auf 115 und nicht wie angekündigt auf 110 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) sinken. Für den geplanten Schuldenrückkauf will Griechenland laut dem Bericht 9,6 Milliarden Euro einsetzen.

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Quelle: n-tv.de

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