Kurznachrichten

Dreifache Kindstötung: Schweizerin zu lebenslanger Haft verurteilt

Eine 39-jährige Frau wurde in der Schweiz von einem Gericht zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Das Gericht in der Gemeinde Horgen am Zürichsee sprach die aus Österreich stammende Schweizerin schuldig, ihre sieben Jahre alten Zwillinge, ein Mädchen und einen Jungen, Ende 2007 erstickt zu haben.

Ihr wurde außerdem vorgeworfen, im Jahr 1999 einen sieben Monate alten Sohn getötet zu haben. Nachdem die Frau die Anschuldigen zunächst von sich wies, gestand sie diese schließlich im Laufe des Prozesses ein. Beim Tod des sieben Monate alten Jungen waren die Behörde zunächst noch von plötzlichen Kindstod ausgegangen. Ermittlungen wurden erst nach dem Tod der Zwillinge aufgenommen. Seit Ende 2007 sitzt die Frau im Gefängnis. Bereits im März 2010 wurde sie erstmals zu lebenslanger Haft verurteilt, das Verfahren wurde aber nochmals neu aufgerollt.

Bei der Wiedereröffnung des Prozesses im Dezember 2012 beschrieb die Frau, wie sie am 23. Dezember 2007 in das Zimmer ihres Sohns ging und diesen erstickte. Sie habe ohne Nachzudenken ein Kissen genommen und es ihm auf das Gesicht gedrückt, bis er sich nicht mehr bewegt habe. Dann sei sie in das Zimmer ihrer Tochter gegangen und habe auch diese erstickt, sagte die Frau. Sie habe dies aber nicht gewollt.

In der Schweiz werden lebenslang Verurteilte häufig bereits nach 15 Jahren entlassen. Die bereits abgesessene Haftzeit wird nach Angaben des Gerichts angerechnet. Das Gericht ordnete für die Frau zudem eine Psychotherapie in der Haft an.

Quelle: n-tv.de

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