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Türkische Stadt Cizre unter Beschuss: Sechs eingeschlossene Verwundete sterben

In der zwischen Regierungstruppen und kurdischen Milizen umkämpften südosttürkischen Stadt Cizre wird die Lage für mehr als 20 in einem Keller eingeschlossene Verwundete immer dramatischer. Inzwischen seien sechs Menschen an ihren Verletzungen gestorben, weil sie keinen Zugang zu medizinischer Hilfe hätten, sagte der Abgeordnete der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP, Faysal Sariyildiz per Telefon.

Sariyildiz befindet sich zurzeit in Cizre. Die Verletzten harren seit Samstag in einem Gebäude aus, das unter schwerem Beschuss steht. Sariyildiz sagte, die Behörden hätten zwar einen Rettungseinsatz genehmigt, Sicherheitskräfte hielten die Krankenwagen jedoch auf, und drohten die Helfer zu erschießen. Die Regierung widerspricht dieser Darstellung.

Gesundheitsminister Mehmet Müezzinoglu sagte in Ankara unter Berufung auf eine Mitarbeiterin vor Ort, Krankenwagen stünden seit 24 Stunden bereit. Sie könnten jedoch nicht zu den Verletzten vordringen. Grund sei Beschuss durch Kämpfer der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK. In Cizre gilt seit Mitte Dezember eine Ausgangssperre. Die Regierung liefert sich dort schwere Gefechte mit der PKK-Jugendorganisation (YDG-H).

Quelle: n-tv.de

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