Kurznachrichten

Österreichischer Gummispezialist : Semperit spürt die Konjunkturschwäche

Der österreichische Gummispezialist Semperit verdient weniger. Die Konjukturschwäche und die anhaltend hohen Rohstoffpreise ließen den Gewinn  um 13,1 Prozent auf 35,4 Millionen Euro zurückgehen.

Das Unternehmen teilte am Dienstag mit, dass der Umsatz in den ersten neun Monaten 2012 um 1,7 Prozent auf 615,5 Millionen Euro sank und der operative Gewinn (Ebit) um 11,1 Prozent auf 57,7 Millionen Euro schrumpfte. Insgesamt ging der Gewinn um 13,1 Prozent auf 35,4 Millionen Euro zurück.

Eine rasche Belebung der Nachfrage erwartet man seitens des Unternehmens nicht. Der Konzern, der neben Schutzhandschuhen unter anderem Schläuche und Förderbänder fertigt, rechnet frühestens ab dem zweiten Quartal 2013 mit einer Besserung des Auftragsniveaus.

Trotz der mauen wirtschaftlichen Entwicklung und einer damit einhergehenden schwächeren Auslastung der Kapazitäten hält das Unternehmen an seinen Wachstumszielen fest. In den Jahren 2010 bis einschließlich 2015 soll im Durchschnitt ein zweistelliges Umsatzwachstum und eine Ebit-Marge von rund zehn Prozent erzielt werden. Nach den ersten neun Monaten lag die operative Marge bei 9,4 Prozent nach 10,4 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Semperit hatte im Herbst mehrheitlich die malaysische Latexx Partners übernommen, um das Geschäft mit Medízin Handschuhen auszubauen. Erst in der letzten Woche hatte Semperit grünes Licht für den 150-Millionen-Euro schweren Zukauf von den Wettbewerbsbehörden erhalten. Damit steigt das Unternehmen von der Nummer vier zur Nummer zwei der weltgrößten Hersteller von Medizinhandschuhen nach dem Marktführer Top Glove auf.

Quelle: n-tv.de

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