Kurznachrichten

Treffen in Belgrad: Serbien und Kroatien wollen Beziehungen verbessern

Bei einem Treffen am Mittwoch in der serbischen Hauptstadt Belgrad erklärten die Regierungschefs von Serbien und Kroatien, sie seien um eine Verbesserung ihrer Beziehungen bemüht. «Wir sind übereingekommen, uns für eine Normalisierung unserer Beziehungen einzusetzen», sagte Dacic.

Seit der Wahl des nationalistischen serbischen Präsidenten Tomislav Nikolic im vergangenen Mai seien diese auf einem Tiefpunkt angelangt. Beiden sei bewusst, dass sie zusammenarbeiten müssten, obwohl es Fragen gebe, in denen sie gegenteiliger Ansicht seien, sagte Dacic. Ein weiterer Streitpunkt seien «Themen, die in emotionaler Weise die Vergangenheit berühren». Milanovic sagte seinerseits nach seinem ersten Besuch in Belgrad, er sei nach Serbien gekommen, um zu sehen, ob beide Länder mehr tun könnten. Er hoffe, dass sich die Spannungen mit seinem Besuch legten.

Die Beziehungen haben nach dem kroatischen Unabhängigkeitskrieg von 1991 bis 1995 mittlerweile einen neuen Tiefpunkt erreicht. Während Zagreb über Äußerungen von Nikolic zum Krieg entsetzt war, herrschte in Belgrad Empörung angesichts des Freispruchs für die ehemaligen kroatischen Generäle Ante Gotovina und Mladen Markac vor dem UN-Tribunal für das ehemalige Jugoslawien im November. Die Ausrufung der Unabhängigkeit der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik Kroatien 1991 hatte zu einem vierjährigen Krieg geführt. Dabei starben rund 20.000 Menschen.

Quelle: n-tv.de

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