Kurznachrichten

Erpressungswelle im Internet: Sicherheitsbehörden warnen vor Betrügern

Wiesbaden, 29. Januar (AFP) - Das Bundeskriminalamt (BKA) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) haben vor einer neuen Erpressungswelle im Internet gewarnt.

Auf betroffenen Computern öffnet sich ein Fenster, in dem die Rede davon ist, dass der Rechner angeblich im Zusammenhang mit der Verbreitung von Kinderpornografie, bei terroristischen Aktionen, Urheberrechtsverletzungen oder anderen Straftaten genutzt worden sei, erklärten BKA und BSI am Dienstag in Wiesbaden.

Der Nutzer wird demnach aufgefordert, 100 Euro für einen angeblichen Freigabecode zur Entsperrung des Rechners zu zahlen. In dem Fenster sind die Logos des BSI und der Gesellschaft für Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) eingeblendet.  Behauptet wird den Angaben zufolge, dass die Funktion des Computers «aus Gründen unbefugter Netzaktivitäten ausgesetzt worden» sei. Tatsächlich ist der Computer mit einer Schadsoftware infiziert. Diese sorgt demnach auch dafür, dass eine jugendpornografische Darstellung auf dem Bildschirm erscheint.

Das BKA und das BSI mahnten Internet-Nutzer, den geforderten Betrag «auf keinen Fall» zu zahlen. Weder BKA noch GVU seien Urheber der Meldung. Verbraucher sollten sich von dem Foto und der Behauptung, dass die «Wiedergabe von pornografischen Inhalten mit Minderjährigen» festgestellt worden sei, nicht einschüchtern lassen. «Es handelt sich hierbei um eine Form der digitalen Erpressung», erklärten die Sicherheitsbehörden. Sie wiesen zugleich  darauf hin, dass die Sicherung der jugendpornografischen Darstellung einen strafbaren Besitz von Jugendpornografie darstelle.

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Quelle: n-tv.de

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