Umfrage: Sinkende Ausländerfeindlichkeit in Sachsen-Anhalt
Eine Studie der Landesregierung Sachsen-Anhalt widerspricht den Ergebnissen einer kürzlich vorgestellten Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung, wonach in Ostdeutschland eine starke Ausbreitung rechtsextremen Gedankenguts herrscht.
Die Studie belegt, dass Fremdenfeindlichkeit in Sachsen-Anhalt weiter rückläufig ist. Weniger als zehn Prozent der Bürger der Bevölkerung würden rechtsextremes Gedankengut teilen, so das Kultusministerium am Mittwoch in Magdeburg. Die Zustimmung unter 18- bis 24-Jährigen sei besonders gering und gegenüber einer früheren Befragung aus 2009 teils deutlich rückläufig.
Eine steigende Zustimmung konnte dennoch in der Altersgruppe der 18- 24-jährigen verzeichnet werden. Die Ergebnisse der Studie untermauern Untersuchungen des Bundeslandes aus den vergangenen Jahren, in denen sich der rückgängige Trend damals schon abzeichnete. In der zuletzt veröffentlich Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) war noch von 16% mit einem entsprechend «verfestigten Weltbild» die Rede.
Grund für die Abweichungen seien Differenzen in der Methodik und der Zahl der Befragten, erklärte Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) am Mittwoch. Die Landesregierung nehme die FES-Studie gleichwohl «sehr ernst». Das zivilgesellschaftliches Engagement für Demokratie und gegen Fremdenfeindlichkeit des Landes werde fortgesetzt.
Quelle: n-tv.de

