Kurznachrichten

"Wal von London": Skandal halbiert Bonus von JPMorgan-Chef Dimon

Aufgrund eines milliardenschweren Handelsskandals wird der Bonus von JPMorgan-Chef Dimon für das Jahr 2012 deutlich kleiner ausfallen. Nach Angaben vom Mittwoch beschloss das Direktorium der größten US-Bank, Dimons Bezüge auf zehn Millionen Dollar zu halbieren.

Somit erhält er, zusammen mit einem zum Vorjahr unveränderten Gehalt von 1,5 Millionen Dollar, eine Summe von 11,5 Millionen Dollar. 2011 erhielt er insgesamt noch 23,1 Millionen Dollar - inklusive Bonus von 21,5 Millionen Dollar. "Als Vorstandschef trägt Herr Dimon letztlich die Verantwortung für die Verfehlungen, die zu den Verlusten geführt haben", erklärte die Bank.

JPMorgan hatte im vergangenen Jahr mit riskanten Absicherungsgeschäften eines Londoner Händlers 6,2 Milliarden Dollar verloren. Da der betroffene Händler ein riesiges Portfolio an Derivaten angehäuft hatte, wird er in den Medien "Londoner Wal" genannt.

Das Spekulationsdesaster schadete dem Ruf der Bank. Sowohl das US-Justizministerium als auch die amerikanische Börsenaufsicht SEC und die britische Finanzaufsicht ermitteln. Die Regulierungsbehörden ordneten an, JPMorgan müsse die Risikokontrolle verbessern. Auch solle die Bank ihre Spitzenmanager finanziell stärker für ungenügende Aufsicht zur Rechenschaft ziehen, hatten Federal Reserve und die zuständige Regulierungsbehörde OCC erst am Dienstag gefordert.

Quelle: n-tv.de

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