Kurznachrichten

Nach Geiselnahme in Algerien: Spezialkommandos bewachen Förderanlagen in Südtunesien

Um Anschläge wie zuletzt im algerischen Aménas zu vermeiden, sind rund um die Förderanlagen in Südtunesien Spezialkommandos stationiert worden. Wie ein in der Region stationierter Mitarbeiter der tunesischen Sicherheitskräfte am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP sagte, seien seit dem Wochenende Sondereinsatzkräfte in die Kasernen von Remada und Dehibia nahe der libyschen Grenze entsendet worden.

Sie sollen die dortigen Militärs verstärken und die Öl- und Gasförderanlagen  in der Gegend schützen. Die amtliche Nachrichtenagentur TAP berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise, auch im Grenzgebiet zu Algerien würden die Schutzmaßnahmen verstärkt. Das tunesische Verteidigungsministerium bestätigte die Informationen zunächst nicht.

Die ausgedehnten Wüstenzonen im Süden Libyens, Tunesiens und Algeriens sind zu einem Einfluss- und Rückzugsgebiet von islamistischen Gruppen geworden. Laut den tunesischen Behörden werden von dort aus auch Dschihadisten im Norden Malis mit Waffen beliefert. Die in der Sahara verstreuten Öl- und Gasförderanlagen gelten als besonders gefährdet, seit ein Kommando in Südalgerien Mitte Januar eine Förderstation besetzte und 37 ausländische Geiseln sowie einen Algerier tötete. Bei einer blutigen Befreiungsaktion von Spezialkräften wurden nach Angaben Algeriens 29 der 32 Geiselnehmer getötet und drei festgenommen.

Quelle: n-tv.de

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